Noosa Heads
Unser nächstes Ziel: Noosa! Wir hatten genug vom Regen und hofften auf besseres Wetter an der Küste. Unsere Hoffnung sollte nicht enttäuscht werden und so bereiteten wir unser Abendessen am Strand und beobachteten das unglaubliche Lichtspektakel, das die untergehende Sonne und die Wolken uns darboten.
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| Abendessen :) |
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| Einfach uuunglaublich! |
Als Schlafplatz suchten wir uns einen Parkplatz aus auf dem
offensichtlich noch sehr viele andere Backpacker schliefen. Mh, tja am
nächsten morgen klopfte es um 6:30 an die Tür und ein wirklich netter
Ranger erklärte uns, dass wir hier eigentlich nicht schlafen dürfen. Der
arme... seine Aufgabe für die nächsten 2 Stunden hieß: Backpacker wach
klopfen :D
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| Herr Schaible in unserem "Australia-Jury" |
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| So trifft man uns jeden Morgen bei Fruehstuecken an :) |
Ein paar Tage verbrachten wir in Noosa, profitierten vom schönen Wetter am Strand und im Meer, aktualisierten unsere Blogs in der Bücherei und schauten uns die Stadt und die Nationalparks an. Am dritten Abend saßen wir an einer BBQ Stelle und aßen zu Abend als uns ein Deutscher ansprach und fragte ob wir hier noch Platz für 9 weitere Backpacker hätten. Na klar hatten wir das und so lernten wir 8 weitere deutsche und einen französischen Backpacker kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb und sie fragten uns ob wir mit ihnen später in einen Nationalpark kommen wollen. Nachdem alles abgespült war ging es los, mit zwei 4 wheel drives, 2 Ford Falcon und unserem Van Jury zog die Karawane los in Richtung Nationalpark. Dort angekommen stellten wir unsere nicht-Allradautos am Eingang ab und quetschten uns in die Geländewägen. Wir mussten zwar nur geschätzte 100 Meter weit fahren aber diese hatten es in sich. Wir fuhren durch tiefe Wassergräben, durch Sand und Schlamm, über Baumstämme und Steinklötze. Als wir das alles überwunden hatten kamen wir auf eine Art Lichtung, nur aus Sand. Es war wunderschön! Wir setzten uns in einen Kreis unter den klaren Sternenhimmel und unterhielten uns. Ein weiterer toller Abend der sich bis tief in die Nacht zog.
Rainbow Beach
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| Big Shell |
Am nächsten Nachmittag sollte unsere Reise weiter gehen mit dem Ziel: Rainbow Beach. Doch da wir noch die "Big Shell" anschauen wollten und in einem Nationalpark den Sonnenuntergang auf der Spitze eines Bergs beobachteten, suchten wir uns irgendwo in der Nähe der Strasse einen Schlafplatz. Wir hielten an einer Tankstelle auf deren Hinterhof riesige Lastwägen parkten und ihre Fahrer darin offensichtlich schliefen. Wir waren gerade dabei eine Flache stelle für unseren Jury zu suchen als uns ein Lastwagenfahrer ansprach und fragte ob er uns helfen könnte. Wir erklärten ihm, dass wir nur irgendwo schlafen wollen und er sagte nur, wir sollen seinem mind. 20 Meter langen Truck folgen, er würde uns eine ruhige Stelle zum Schlafen zeigen, dort würde er auch oft schlafen. Die Stelle war perfekt. Wir sind jedesmal aufs neue erstaunt wie nett die Australier doch sind.

Am nächsten Morgen erreichten wir Rainbow Beach. Von dort aus dauert es nur 10 Minten mit der Fähre nach Fraser Island. Leider können wir Jury nicht mit dorthin nehmen, denn Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Mh, wie machen wir das? Fragten wir uns, 4 Wheel Drive mieten oder eine komplette Tour buchen? Unsere Fragen führten uns schließlich zum Peterpans Travelshop. Dort wurden wir von einer mega witzigen Australierin beraten und wir buchten eine drei Tages Tour mit 4 Wheel Drives. 2 Tage später sollte es losgehen. Die Australierin gab uns noch einen Tip: geht im Searys Creek baden. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Bei genanntem Creek handelt es sich um einen Süßwasserbach in den Teebaumblätter fallen und das Wasser färben, sodass es aussieht wie Tee. Wir waren uns einig: das sieht aus wie Roibuschtee. Es war herrlich in diesem Creek zu baden.



Am Abend fuhren wir eine halbe Stunde weiter raus zur Tin Can Bay. Dort übernachteten wir. Unser Wecker war auf 6:45 gestellt. Um 7 Uhr gingen wir an den Strand und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht... Ein Delfin! Ein wilder Delfin ,ein Meter von uns entfernt schaute er uns aus dem Wasser an. Wir beobachteten ihn eine ganze Weile, er schwamm weg und kam immer wieder, ein wunderschönes Tier!
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| Delfin in der Tin Can Bay |
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| Rainbow Beach |

Den restlichen Tag verbrachten wir dann am Rainbow Beach. Alina und ich gingen Bodysurfen und bauten eine Sandburg :D das ganze endete in einer Sandschlammschlacht. Ihr hättet die großen Augen der kleinen Kinder am Strand sehen sollen... :D
Vor dem Mittagessen machten wir drei noch einen großen Strandspaziergang entlang der bunten Sanddünen (deshalb auch Rainbow Beach). Wir begegneten pechschwarzem, feuerrotem, schneeweißem, elefantengrauem, orangenorangenem, sandgelbem und grasgrünem Sand. Der Himmel war strahlend blau. Es war wie im Märchen.
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| Rainbow Beach Walk |
Fraser Island
Am Abend hatten wir ein Meeting mit den anderen, die auch mit auf die Fraser Island Tour gehen werden. ca. 30 Leute würden mit uns die Insel erkunden in vier 4WDs. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und erhielten Informationen über den Trip. Unsere Vorfreude stieg mit jeder Sekunde. Am nächsten Morgen ging's los! Alles was wir mitnehmen wollten, aus Jury rauß und in die 4 wheel drives rein. Ciao Jury! Und ab ging die Post. Mit einer Fähre setzten wir über auf Fraser Island. Während wir so über die Reling schauten sahen wir ein paar Delphine im Wasser rumspringen. Und plötzlich waren wir da, auf Fraser Island. Die Aborigines nennen es auch PARADIES und damit haben sie definitiv recht. Die Schönheit dieser Insel ist unbeschreibbar. Und weil sie das Territorium der Dingos ist kam uns gleich mal einer entgegen und schaute uns an.
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| Unsere Four Wheel Drives |
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| Dingo |

Wir fuhren am Strand entlang, mit 80 km/h denn der Strand hier ist ein offizieller Highway. Wir drehten unsere Musik auf Laut und fühlten uns freier denn je. Unser Tourguide Nathan hatte mit Hilfe von Walkie Talkies die Gruppe in Griff und hielt die Autos zusammen. Nathan erzählte uns von den so genannten Pippies,
essbare Muscheln, die man am Strand finden kann. Er erklärte uns wie man sie finden kann und wie man sie ausgräbt. 30 Leute fanden in kurzer Zeit eine ganze Menge.
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| Herr Schaible sammelt Pippies |
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Und weiter gings zum Lake Mc Kanzie oder Boorangoora wie die Aborigines sagen.
Der Weg dorthin führte uns 11 km durch das Inland. Ihr glaubt ja nicht, wie krass man da durchgeschüttelt wird :D doch wir hatten Spaß! Nach einem erfrischenden Bad, ein paar runden Volleyball und einer Pause in der strahlenden Sonne, unter hellblauem Himmel ging es weiter zum Schiffswrack "Wreck of the Maheno" das luxuriöse Passagier Schiff wurde einst 1905 in Schottland gebaut. 1935 lief die Maheno während eines Zyklons an der Ostküste der Insel auf Grund. Alle Versuche, das gestrandete Schiff loszubekommen, scheiterten. Heute sieht man nur noch die oberen Decks des Schiffes.
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| Maheno Wreck |
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| Unsere Küche |
Die Nacht sollten wir auf einem Aboriginal Campingplatz verbringen auf dem noch ganz viele andere Backpacker Gruppen hausierten. Wir kochten zu Abend und lernten noch mehr neue Leute kennen. Die meisten kommen aus England, Irland, Schottland, Kanada oder Deutschland. Es war witzig zu beobachten, dass sich auch englisch sprachige Leute oft nicht verstehen wegen ihres unterschiedlichen Akzents. So lassen zum Beispiel die Londoner alle "t's" in der Mitte eines Wortes aus. Da wird dann aus "butter" "bu-er" oder aus "lighter" "ligh-er" und aus "tomato" wird "toma-o". Total crazy :D


Der Abend war phänomenal, Goon gab es in Übermengen und dementsprechend war auch die Stimmung. Ich bin jedoch früh schlafen gegangen, denn wahrscheinlich hatte ich über den Tag zu wenig Wasser getrunken und deshalb Kopfschmerzen. Am nächsten Morgen war ich meinem Kopfweh dankbar, denn die Gesichter die mir entgegenkamen sagten mehr als Worte. Ein Mädchen, Sarah, hatte keine Ahnung mehr von dem Abend und hat auch alles was sie bei sich hatte verloren. Sie stand im Bikini vor uns und fragte, wo denn ihre Kleider hin sind und ob ihr irgendjemand erzählen könnte was sie letzte Nacht gemacht hat. Unser Tourguide meinte nur: "Wer feiern kann, kann auch am nächsten Tag fit sein und so ging es direkt nach dem Frühstück zu den Champaign Pools. Hierbei handelt es sich um Löcher im Gestein in die die Gischt des Meeres reinschwappt. Wenn so eine Welle in den Löchern ankommt fühlt es sich tatsächlich champagnermäßig sprudelig an.

Nächstes Ziel: Indian Head, ein Aussichtspunkt bei dem man Ausblick auf die Weite des Meeres hat und manchmal auch Haie, Delfine und Schildkröten sehen kann. Danach hieß es wieder: "Alle in die 4WDs und diesmal durfte meine Wenigkeit das zweite Auto fahren. Das Gefühl auf Sand zu fahren ist genial. Einfach unfassbar. Und während die Insassen des Autos vor mir (gefahren vom Tourguide) mit lauter Partymusik, lauthals Trinkspiele spielten fuhr ich am Meeresrand vorbei und genoss diesen unvergesslichen Moment. Nathan führte uns zu einem nächsten Atemberaubenden Highlight, dem Eli Creek. Wir liefen ein paar hundert Meter den Bach aufwärts, der ins Meer mündete und nachdem uns Nathan alle nassgespritzt hatte ließen wir uns im Strom wieder zurück zum Strand spülen. Unglaublich!
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| Indian Head |
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| Eli Creek |


Der Abend glich dem Vorabend die meisten waren eh schon betrunken da im Partyauto fliegender Wechsel herrschte und jeder nach einer Fahrt total betrunken war. Ich wollte aber unbedingt fahren und war dementsprechend nüchtern. Die waren mir alle schon wieder viel zu betrunken und so schlief ich von 8 Uhr Abends bis 8 Uhr morgens durch. Wobei, das stimmt nicht ganz! Kurz nachdem ich eingeschlafen bin krabbelte irgendetwas an meinem Kopf, ich schreckte hoch, schoss aus dem Schlafsack und aus dem Zelt raus, schnappte meine Taschenlampe und leuchtete in das Zelt. Da! Da saß eine Ratte! Ich hab ja eigentlich nichts gegen Ratten, besaß ja auch selber schon eine und trotzdem war mir nicht ganz wohl bei den Gedanken, meinen Schlafplatz mit einer Ratte zu teilen. Also eilte ich zu Andy der sofort bereit war meinem Schrecken ein Ende zu setzen. Er griff nach einer Pfanne und versicherte mir er wolle sie nicht töten sondern nur aus dem Zelt heben. Wir durchsuchten unser Zelt und schwuppdiwupp hüpfte sie schon ganz von alleine hinaus. Später erfuhr ich, dass das wahrscheinlich gar keine Ratte war, sondern ein Nagetier, dass so aussieht wie eine Ratte und einen Beutel, wie bei einem Känguru mit sich trägt.

Am Morgen waren die Geschichten unfassbar und wenige konnten sich noch erinnern. Ich nutzte meine Chance und durfte den ganzen Tag mit dem dritten 4WD fahren weil keiner sich in der Lage dazu fühlte. Nathan zeigte uns einen Weg der zum Lake Wabby führte. Wir liefen im Entenmarsch dorthin ca. 45 Minuten lang durch die Hitze und natürlich hatte keiner an Wasser gedacht. Als wir aus dem Wald rauskamen standen wir mitten in der Wüste, dachten wir jedenfalls, und alle waren fast am verdursten. Ein paar 100 Meter weiter waren wir da, am Lake Wabby. Wir rannten die Sanddüne runter, die direkt in den See führte. Wir genossen das schöne Wetter und den kühlen See.
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| Lake Wabby |
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| Lake Wabby |
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| Partyauto |
Nathan, der an den Autos wartete, hatte uns zuvor im Sand eine Karte aufgemalt und meinte wir sollen auf einem anderen Weg wieder zurückkommen, da es viel zu anstrengend sei die Sanddünen wieder hochzulaufen. Also gut, wir liefen los. Eine halbe Stunde fiel uns auf, dass wir auf dem falschen Weg sind. Also liefen wir alle, schon wieder halb verdurstend den Weg zurück zum See um dann doch den Weg, auf dem wir hergekommen waren, zu nehmen. Ein Dingo schaute unserer 30 Mann Gruppe ganz verwundert zu. Wir kamen natürlich viel zu spät als vereinbart zurück und so mussten wir uns etwas beeilen um die Fähre noch zu bekommen, zurück nach Rainbow Beach. Der Weg ging durch Inland und der Übergang zwischen Strand und Inland hatte es in sich. Es ging eine art Hügel hoch. Rechts und links waren Anhöhen, sodass grad so ein 4WD durchfahren konnte. Natürlich bestand der Untergrund aus Sand. Nathan krähte irgendwas durchs Walkie Talkie und der zweite Wagen folgte ihm. Natürlich blieben die Reifen im Sand stecken und Nathan musste kommen. Er fuhr Rückwärts wieder runter und hielt neben mir an. Er meinte "Darling, take the first gear and than drive with much power" dann fuhr er los und schaffte es hoch. Mein Adrenalin Pegel stieg und die Engländer in meinem Auto schrien nur "Go Germany, Go! Meine Knie zitterten, ich schaltete in den 1 Gang und fuhr los, drückte das Gaspedal as much as possible und schrie lauthals. Es wackelte und machte und alle schrien. Ich schaffte es! Oben angekommen jubelte meine Mannschaft und applaudierte. Ich war erleichtert und froh :)
Tja, so ging es dann auch wieder zurück und damit war unser unvergesslicher Trip zu Ende. Wir kehrten frohen Herzens wieder zu unserem Jury zurück.
Ganz liebe Grüße aus Rainbow Beach!!!
Eure Celine
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