Back to Zivilisation
| (von links): Billy, Jacob und James |
Am nächsten Tag hatten wir die Entscheidung: wir konnten so lange bleiben wie wir wollen, Jimmy meinte Arbeit wäre noch genug vorhanden und die Nachbarn haben uns auch angeboten, dass wir bei ihnen auf der Farm arbeiten können. Wir entschieden uns erst einmal wieder zurück nach Brisbane zu gehen, um wieder etwas Zivilisation zu genießen und Brisbane anzuschauen.
Brisbane
Unser erstes Ziel in Brisbane: Das Treasury Casino. Wir versuchten unser Glück am Automaten und verspielten einen Dollar, während ein älterer Herr neben uns gerade 450 Dollar aus dem Automaten zog. Sein Einsatz? 160 Dollar. Wir waren beeindruckt. Doch dann zog das Roulette unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich. Wir setzten uns an einen Tisch und während die Profis ihre vielen Dollars verspielten und wieder gewannen unterhielten wir uns mit dem Dealer. Auch wir versuchten unser Glück mit 10 Dollar, doch sogar mit der schwarzen Dreizehn, stand das Glück nicht auf unserer Seite... ist vielleicht auch besser so, dachten wir uns und verließen das Casino.
| Cityhall |
| Genau die beiden Hotels, die mich in Stuttgart zu einem Bewerbunggespräch eingeladen haben.. |
Wir genossen das schöne Wetter auf dem King George Square und beobachteten die verschiedenen Menschen der Stadt.
More Big Memorials
| Big Pineapple |
| Big Cow |
Back in Kandanga
Zurück in der Wildnis wollten wir eigentlich weiter Lantanas bekämpfen, doch es regnete fast unaufhörlich und so verbrachten wir die Tage mit Lesen, schlafen und Monopoly spielen. Nachts gingen wir im Creek baden. Jimmy kam am Samstag Morgen und verbrachte den Tag mit uns. Wir installierten neue Batterien unter den Cabins und brachten die Wasserpumpe zum Laufen. Ausserdem setzte er in seinen alten Troopy (Allradauto) in Gang sodass wir durch die Felder heizen konnten. Das war ein riesen Spaß, doch leider musste dabei eine arme Ratte dran glauben :( wir haben sie nicht gesehen...
| Die arme Ratte... :( |
Wir waren neugierig und löcherten Jimmy mit Fragen über sein Leben. Er beantwortete alles mit Geduld und wir kamen bald aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kurze Zusammenfassung: Jimmy arbeitet als Designer für Häfen, das ist sein Haupteinkommen. Ausserdem veranstaltet er jedes Jahr ein Rock and Blues Festival auf der Fläche hinter den Cabins mit ein paar Tausend Menschen und 70 verschiedenen Bands (letztes Jahr hat er 40.000 Dollar Profit damit gemacht) Des weiteren kauft er Motorräder aus Amerika, denn nur er hat die Lizenz um sie zu importieren. Er schraubt an diesen dann ein wenig rum und verkauft sie dann. So gründete er seine eigene Motorrad Company. Uns wurde so einiges klar... Dieser Mann hat sehr viel Stress im Alltag und er versucht diesen Stress mit Alkohol zu vergessen...
| Jimmy Budgen |
Denn eigentlich ist Jimmy ein herzensguter Mensch, vor dem man Respekt hat und der sehr viel kann, man hört ihm gerne zu und er ist sehr sehr lieb. Doch wenn er dann anfängt zu trinken und betrunken ist, dann will man eigentlich nicht mehr mit ihm reden. Am Samstag Abend, nach dem Abendessen fragten wir ihn ob er mit uns Monopoly spielen möchte und er freute sich riesig. Es machte echt Spaß, vor allem weil er zu jeder Straße (bzw. Stadt) auf die er kam etwas zu erzählen hatte. So erfuhren wir zum Beispiel, dass der Großvater seiner Großmutter Melbourne entdeckt und von den Aborigines gekauft hat. Natürlich stand der Rotwein und der Whiskey nicht weit und das Spiel endete damit, dass Alina seine Straßen und sein Geld verwaltete, ich nur noch verlieren wollte und Jimmy ein riesen Spaß daran hatte die Würfel so über das Spielfeld zu schmettern, dass alle Hotels umflogen. Das Spiel wollte und wollte einfach kein Ende nehmen und nachdem Jimmy sein Whisky Glas aus Versehen über das Spielfeld kippte inszenierten Alina und ich ein Falsches Ende.
Wir konnten nicht anders als darüber lachen und gingen schlafen. Am nächsten Tag weckte Jimmy uns wieder um 7 Uhr. Wir sollten die Terrassen, der Cabins streichen. Er musste wieder zurück nach Brisbane. Wir mussten auch an den baldigen Aufbruch denken, denn immerhin waren wir schon seit zwei Wochen in und um Kandanga. Jimmy war sehr traurig darüber und versicherte uns, dass wir jederzeit zurückkommen können. Er hinterließ uns die Schlüssel für die Cabins und verabschiedete sich.
Wir fuhren los uns besuchten unsere Nachbarn Chrissy und James auf ihrer Farm. Wir durften auf Chrissys Pferd Tempers reiten und mit den Hunden spielen. Andy durfte sogar mit dem Motorrad von James rumdüsen. Außerdem besichtigten wir ihre Schweine Zucht. Man sah die Liebe förmlich, die Chrissy und James ihrer Schweineherde zu wandten. Insgesamt besitzen sie 100 Stück und für alle ist genug Platz im Freien. Zum Abschied schenkten sie uns ein Paar selbst gemachte Würstchen und wünschten uns viel Glück auf unserer weiteren Reise.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen wir Kandanga und blickten nach vorne, auf die Straßen Australiens. Was wird uns wohl als nächstes begegnen? Wir sind gespannt! Ihr auch? Ich halte euch auf dem Laufenden :)
Es grüßt herzlich, Celine Milena Haumesser
p.S.: Falls ihr noch mehr ueber unseren Tagesablauf erfahren wollt ---> Herr Schaible hat's dokumentiert einfach auf den Link klicken: http://andyschaible.blogspot.com.au/
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