Donnerstag, 27. Juni 2013

Outback Klappe die Zweite, inklusive Uluru

 ...was das Outback so mit sich bringt...
Kleines Kartenspiel auf dem Outbackhighway gefällig...?

Jedesmal wenn man sich hier mit Reisenden am Straßenrand oder an der Tankstelle unterhält, kommt irgendwann die unvermeidliche Frage: "Are you going that way? Or this way?" (Fahrt ihr in die Richtung? Oder die Richtung?) denn mehr gibt es hier nicht! Entweder nach Osten oder nach Westen. 
Doch bald kamen wir an eine Kreuzung, das ist etwas Besonderes hier im Outback, man muss sich nun entscheiden, nach Süden? Und somit nach Alice Springs und zum Uluru, oder nach Norden, Richtung Darwin? Wir bogen nach rechts ab, Richtung Norden, der Uluru muss noch eine Weile auf uns warten... :)

Mataranka, Thermal Pools:
Je weiter wir in den Norden kamen desto heißer wurde es. Außerdem wollten wir mal wieder duschen, ich verschone euch jetzt mit den Einzelheiten und verrate euch nicht wie viele Tage wir schon keine Dusche mehr gesehen hatten. :)
 In der Nähe eines kleines Dörfchens namens Mataranka sollte es, laut Lonely Planet, thermal Quellen geben, man nennt diese auch "hot springs".  Da mussten wir hin! 
Es war wie im Paradies! Wunderschönes türkisfarbenes und angenehm warmes Wasser. Mitten in der Natur. Wir planschten so vor uns hin und genossen das Leben als plötzlich drei Kängurus um den Pool hüpften und Fange spielten. Richtig idyllisch. 

Katherine:
Nach Mataranka war es nicht mehr sehr weit bis zur nächsten großen Stadt, Katherine. Sie beherbergt lauter, auf der Straße lebender, Aborigines. Doch ich hab mir diese irgendwie anders vorgestellt. Sie lungerten überall auf der Straße herum, rochen nach Alkohol und Zigaretten. Sie kamen auf uns zu und bettelten uns unfreundlich nach 5 Dollar an. Je später es wurde, desto unheimlicher wurden sie uns, denn sie fingen an rumzuschreien und rumzupöbeln. 
Wir wollten nicht in Katherine übernachten und fuhren deshalb noch weiter, jedoch fahren wir Nachts (sprich 6 Uhr Abends) nur noch 60km/h und sind alle drei hoch auf die Straße konzentriert, denn wir wollen kein Känguru in der Dunkelheit übersehen, da liegen schon genug Tote rum. 
Wie schon gesagt, Tagsüber ist es unglaublich heiß, doch Nachts ist es fast genauso kalt. Zum Glück hab ich Andy und Alina in unmittelbarer Nähe neben mir liegen, da ist es immer kuschelig warm :)
Im Katherine Gorge Nationalpark machten wir einen Spaziergang zum Lookout über den Adelaide River. 

Litchfield Nationalpark:
Wir mussten uns mal wieder entscheiden: Litchfield Nationalpark und Kakadu Nationalpark anschauen? Und damit nochmal 400 km auf die geplante Route draufpacken? Oder nur einen von beiden? Aber welchen? Von einem Einheimischen lernten wir einen Satz: "Litchfielt-do, Kaka-don't" alles klar! Auch im Lonely Planet lasen wir ähnliches.
Nach einem kleinen Örtchen namens Batchelor waren wir im Litchfield Nationalpark. Während der Fahrt durchs Outback haben wir schon viele, viele Termitenhügel am Straßenrand gesehen doch hier waren sie extrem groß. Bis zu sechs Metern hoch und über 50 Jahre alt, die so genannten "termite mouds" sahen aus wie kleine Kathedralen. Ausserdem badeten wir in den "rockholes" das sind Wasserlöcher eines Flusses. Wir setzten uns unter den kleinen Wasserfall und es war besser als in jedem Whirlpool der Welt. 

Natürlich ließen wir uns nicht die Hauptatraktionen des Litchfield Nationalparks entgehen, die Wangi und die Florence Falls. Ich sag's euch, Australien steckt voller idyllischer und paradiesähnlicher Orte. Ausserdem durften wir die Bekanntschaft mit noch weiteren typisch austrlischen Tieren machen. So beobachtete uns ein Kuckaberra ganz neugierig, ein Opossum trieb Nachts sein Unwesen vor unserem Juri und ein Dingo verliebte sich so sehr in uns, dass er, nachdem er Alinas Flip Flop vernascht hatte, uns verfolgte und uns nicht gehen lassen wollte, er rannte mit all seiner Kraft hinter unserem Jury den Highway entlang.
Boaa! Dieser Jury ist echt schnel!!

Eigentlich wollten wir nicht noch weiter nördlich fahren als bis zum Nationalpark, jedoch waren es bis nach Darwin nur noch 90km. Also beschlossen wir uns die Stadt noch anzuschauen und dann wieder umzukehren. 
Am Abend kamen wir dann wieder in Katherine an und nach einer Dusche an der Tankstelle fuhren wir zu einer "rest area" 50 km südlich von Katherine. Weil es dunkel war fuhren wir wieder nur 50km/h und halb auf der Gegenfahrspur. Als uns ein Roadtrain überholte hängten wir uns an ihn dran weil der eh alle Kängurus platt fährt die ihm über den Weg hoppeln. Wir fuhren also mit 80km/h dicht hinter dem her als der plötzlich einen Schlenker nach Links machte und den Dreckstreifen streifte. Damit wirbelte er so viel Dreck auf, dass wir gänzlich in der Staubwolke verschwanden und kaum mehr was sahen, dann gab er Gas! VOLLIDIOT!
Bitter Springs mit Kevin und Marie
Auf der rest area trafen wir Kevin wieder (ihr erinnert euch bestimmt an Kevin und Dirk, die wir in Airlie Beach kennengelernt hatten) doch mittlerweile hatte Kevin sich einen neuen Reisepartner gesucht. Und nein es war auch nicht Caroline, denn mit der hatte er sich verkracht und sie in Mount Isa rausgeschmissen. "Die Neue" hieß Marie, kam aus Dresden und ist super nett.
Mit den beiden zusammen badeten wir am nächsten Tag in heißen Quellen namens "Bitter Springs" und fuhren innerhalb von zwei Tagen nach Alice Springs. 
 
Auf dem Weg machten wir noch einen Zwischenstop an den "Devils Marbles". Ich habe mal für euch mitgeschrieben wieviele Kilometer wir pro Tag zurücklegen, seit dem wir im Outback unterwegs sind:









Outback Kilometer:
Tag 1: 300km
Tag 2: 600km (Mt Isa)
Tag 3: 0km 
Tag 4: 346km (Northern Territory Grenze passiert)
Tag 5: 629,5km 
Tag 6: 220km
Tag 7: 407km (Litchfield Nationalpark) 
Tag 8: 376,5km (Darwin)
Tag 9: 576,2km
Tag 10: 571,5 km (Alice Springs)
Tag 11: 292km
Tag 12: 376km
Tag 13: 400km
Tag 14: 414km 
Tag 15: 424 km
Tag 16: 500km (Adelaide)


Alice Springs:
In Darwin hatte es noch wunderschöne 33 Grad. Doch als wir in Alice Springs aus dem Auto stiegen fror uns das Blut in den Adern. Wir konnten es kaum glauben: 11 Grad! Wir zitterten. 
Da ich immer noch Kontakt zu Lauritz und Raul pflegte (ihr erinnert euch, mit Lauritz sind Alina und ich von Melbourne nach Adelaide gefahren und Stacy ist kurz vor Adelaide stehen geblieben) wusste ich, dass die beiden sich hier aufhielten. In ihrem Hostel konnten wir warm duschen und zu Abend kochen.


Kings Canyon,Uluru & Olgas: 


Am Tag darauf machten wir Fünf uns wieder auf den Weg: Kings Canyon. Während der
Autofahrt entdeckten wir ein Kamel am Straßenrand, anscheinend gibt es hier ziemlich viele Wilde Kamele. 

Außerdem entdeckte ich an einer Tankstelle ein kleines süßes Kalb, das lag da einfach im Schatten. Ich ging hin und streichelte es. Nach 5 Minuten stand es auf und pinkelte mich an.. :D Nett diese Australischen Kälber! 
Beim Kings Canyon machten wir eine kleine Wanderung um den Canyon herum.

Abends saßen wir mit zwei weiteren Deutschen ewig lang am Lagerfeuer und quatschten. 
Marie, Kevin, Michael, Celine, Alina, Andy


Ist er das? Der Uluru? :P
Weiter ging's Richtung Uluru (auch bekannt als Ayers Rock) DEM Reiseziel vieler Touristen in Australien.
Um 6 Uhr Morgens hieß es Abfahrt, denn wir wollten uns den Sonnenaufgang nicht entgehen lassen. So standen wir 1 1/2 Stunden später zitternd auf einer Brücke im Nationalpark und beobachteten wie sich der Uluru erst schwarz, dann rot bis hin zu orange färbte. 
Man sagt, der Uluru ist für die Aborigines heilig und sie wünschen sich, dass man ihn nicht hochklettert. Andy, Kevin und ich wollten uns das jedoch nicht entgehen lassen. Alina und Marie spazierten mit drei weiteren Deutschen Backpackern (Michael und zwei Mädchen die nicht wirklich kontaktfreudig waren) , die wir am Morgen kennengelernt hatten, um den Uluru herum während wir die 380 Meter hinaufkletterten. An einer Kette zogen wir uns nach oben. Auf der Spitze angekommen wurde die Anstrengung belohnt mit einer unglaublichen Sicht über die Weiten des Outbacks. Wir winkten den Olgas (auch bekannt als Kata Tjuta) zu und kamen aus dem Staunen über diese wundervolle 360 grad Aussicht nicht mehr heraus. Als nächstes fuhren wir zu den Olgas, zusammen mit Michael, den zwei Mädels, Marie und Kevin. 

Wir rundeten den Tag dann ab mit dem Sonnenuntergang am Uluru, FASZINIEREND! 

Die Olgas

Jaaaa, ganz da oben war ich :)

Neeeiiin, das ist natürlich der Uluru!!



Doch für uns hieß es: weiter ziehen Richtung Süden und uns von den anderen verabschieden, denn sie hatten andere Pläne als wir. 
Zwei Tage später kamen wir in Adelaide an und unser Outback Trip war zu Ende....







Viele liebe Grüße und bis ganz bald, eure Céline











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