Mittwoch, 5. Juni 2013

Die Whitsundays und das Great Barrier Reef


Whitsundays 
Wings Diving Adventures
 



Am 27.5. wurde ich 20 Jahre alt... Andy und Alina bereiteten mir ein leckeres Pfannkuchen-Geburtstags-Frühstück am Meer. Abends aßen wir zusammen mit Kevin und Dirk zu Abend und es gab schokoladen Geburtstagstorte :) 
Am nächsten Morgen sollte es für uns losgehen!


 Das Segelbot "Emperor Wings 3" wartete schon in der Marina auf uns. Wir lernten Richie und die anderen Crew Mitglieder, Charlie Clayt und Dylan (der Käpt'n) kennen und uns wurde erklärt wie man sich auf dem Schiff verhalten soll.

Das in der Mitte unten ist unser Richie
Wir drei konnten uns kaum mehr halten vor Lachen, denn Richie ist der geborene Clown. Clayt machte gleich mal Pizza für alle und es ging los. Während der Fahrt zur ersten Bucht einer Whitsunday Insel weihte uns Richie in einer erstklassigen ein-Mann-Comedy-Show in die Geheimnisse des Schnorchelns und Tauchens ein. 

Hier eine kleine Unterbrechung:
Wisst ihr eigentlich, wer oder was die Whitsunday Islands sind? Nein? Ich möchte es euch erzählen:
 Die Whitsunday Islands, auf deutsch heißen sie "die Pfingstsonntagsinseln", bestehen aus 74 verschiedenen Inseln und 17 von ihnen sind bewohnt. Die meisten Inseln haben Nationalparkstatus und gehören zum Whitsunday-Islands-Nationalpark. Die Whitsunday Islands sind Teil der "Great Barrier Reef World Heritage Area". Das Great Barrier Reef befindet sich 35 Seemeilen östlich, aber auch die Inseln sind von kleineren Riffen umgeben, die, genau wie das Great Barrier Reef, eine Vielzahl von bunten Korallen, Fischen und sonstigen Meereskreaturen beherbergt.
So das mal vorne weg...


Das Boot kam zum Stehen, wir schlüpften in die so genannten "wetsuits" (Taucheranzüge), zogen Flossen, Taucherbrille, Schnorchel und Gasflasche an und hüpften ins Wasser. Richie zeigte uns wie wir das vorher theoretisch gelernte in die Praxis umsetzen können. Nach einer halben Stunde Tauchunterricht durften wir schnorchelnd die Unterwasserwelt erkunden. Für die meisten war es ganz neu, diese bunten Farben der Korallen und der Fische. Ich jedoch fand mich in einer mir vertrauten Umgebung wieder. Ich hatte immer noch die Bilder aus Neukaledonien in meinem Kopf, alles das was Bea und Philippe mir vor zwei Monaten gezeigt hatten. Und trotzdem war meiner Faszination dieser "anderen Welt" keine Grenzen gesetzt. Obwohl ich das Gefühl hatte in Neukaledonien mehr gesehen zu haben als hier verbrachte ich jede Sekunde damit zu beobachten, was sich mir da unten alles an Farben, Formen und Kreaturen darbot. 


Ich soll euch liebe Grüße von Nemo sagen, denn wie ihr wisst ist dieser hier zu Hause
Das so genannte "outer reef" ist der äußerste Teil des Great Barrier Reefs und im Gegensatz zum "inner reef" bunt und belebt. Unsere Tour, auf der Emperors Wings 3 ist die einzige Tour, die auch zu diesem outer reef fährt. Und aus genau diesem Grund haben wir uns für dieses Schiff entschieden. Ich war gespannt, wie wird das outer reef wohl aussehen!? Was wird mir dort begegnen!? Möglicherweise werde ich sogar einem kleinen Riff Hai über den Weg schwimmen!? Am Abend kochte Clayt ein Festmahl für die Besatzung und nachdem uns unser Captain anhand einer Karte erklärt hatte, welchen Weg wir schon hinter uns gelassen hatten und welcher noch vor uns liegt, schauten wir uns Fotos an, die Clayt den Tag über geschossen hatte.
 Es stand die erste Nacht an Board bevor. Bis jetzt war niemand Seekrank geworden, doch wie würde es in der Nacht sein? Da unten in den Kajüten.. Und egal wie still das Meer ist, das Boot schaukelt doch hin und her. Wir schliefen gut. 
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurden wir mit einem Schlauchboot zum Whitehaven Beach gefahren und dort abgesetzt. Wir genossen das unerwartet schöne Wetter und Clayt hatte jede Menge witziger Ideen auf Lager, er veranstaltete mit uns ein "Aussie-Fotoshooting". Ahh, by the way, kennt ihr Vegemite? Nein? Noch nie davon gehört? Dann wird es allerhöchste Zeit:
Vegemite ist ein typisch australischer Brotaufstrich. Oder sollte ich eher sagen "Toastaufstrich"!? denn "Brot" so wie wir das verstehen, gibt es hier nicht.. naja.. back to topic. Vegemite besteht aus konzentriertem Hefeextrakt und ist eines der Lebensmittel mit dem höchsten Salzgehalt (8%), es gilt in Australien als Inbegriff typisch australischer Ernährung und wegen seines ungewöhnlichen Geschmacks als „the taste of Australia“. 
Gut, nun wär das auch geklärt (ich mag's übrigens nicht so, aber jedem das Seine) 

Nach einem weiteren Schnorchelgang zeigten uns Clayt und Richie einen wunderschönen Aussichtspunkt, im Whitsunday Islands Nationalpark, über die Whitsundays. Wir sahen sogar Stachelrochen am Strand entlang schwimmen. Auf dem Rückweg begegneten wir außerdem einer großen australischen Spinne. Die Stimmung unter der Basatzung war sehr locker und witzig, vor allem weil Clyt und Richie dafür sorgten.



Alina hat Hunger...



Kaept'n Dylan steuert die Emperors Zähneputzend durch die Whitsundays
Es ging weiter, Käpt'n Dylan fuhr das Schiff zu einer weiter draußen gelegenen Bucht, von der aus wir am nächsten Morgen um 4 Uhr früh rausfahren würden, zum von uns allen mehr als gespannt erwarteten outer reef. Die Fahrt zur Bucht war sehr sehr schaukelig. Der Wind pfiff und die Wellen tobten. Mir war schlecht. Nach dem überaus üppigen Abendessen wollte ich einfach nur noch schlafen. Doch auch in der Bucht war es schaukelig und die Wellen wurden immer höher. Um 4 Uhr Morgens, startete Dylan das Boot, während alle noch in ihren Betten lagen. Die Wellen waren so hoch, dass sie sogar über das Boot rüberschwappten... Mir war kotzübel... Ich versuchte mich durch das Bullauge an meinem Bett auf den Horizont zu konzentrieren und schlief dabei zum Glück noch mal ein. 

Beim Frühstück waren wir alle etwas verwundert, denn wir waren wieder an der Bucht, an der wir am ersten Tag Tauchen gelernt hatten. Der Käpt'n erklärte uns geknickt, dass er es zwar versucht hätte zum outer reef rauszufahren, jedoch nach 40 Minuten wieder umdrehen musste, da die See zu unruhig war und wir auch keinen Spaß da draußen gehabt hätten, wegen der großen Wellen. Die Enttäuschung war groß. Also gingen wir ein weiters Mal Schnorcheln und verbrachten den Tag am Strand.
Clayt kochte meistens während der Fahrt. Ich bot mich an ihm zu helfen das Abendessen zuzubereiten und ich merkte, dass die Seekrankheit nicht eintritt, wenn man beschäftigt ist. 

Ich wollte immer schon mal Kaept'n sein!!

Am nächsten Tag ging es wieder Richtung Airlie Beach, also "heimwärts" Andy, Alina und ich waren auf der einen Seite traurig, weil wir eine schöne Zeit mit vielen netten Menschen hinter uns lassen mussten, aber auf der anderen Seite waren wir froh wieder auf festem Land zu stehen und heimkehren zu können zu unserem Jury, den wir doch sehr vermisst hatten. Jedesmal wenn wir zu ihm zurückkehren fühlt es sich für uns an wie  "jetzt-sind-wir-wieder-Zuhause". 
 

Dirk und Kevin warteten schon auf uns. Am Abend gab es eine Abschlussrunde für die Emperors Wings 3 Leute, in einer Bar namens "Down Under Bar". Kevin begleitete uns und wir erfuhren, dass sich Dirk in Townsville verabschieden, und alleine weiterreisen wird. Kevin hatte auch schon jemand neuen gefunden, der ihn ab Townsville begleiten wird. Ihr Name: Caroline.

 Townsville

Am nächsten Tag hieß es: ab nach Townsville. Dort angekommen lernten wir drei deutsche Backpacker kennen, die uns zeigten, wo wir schlafen können. Mit ihnen zusammen liefen wir einen Berg namens "Castle Hill" hinauf. Oben angekommen, erbot sich uns eine gigantische Sicht über Townsville und das angrenzende Meer, bis nach Magnetic Island. Am Abend lernten wir Caroline kennen. Wir beschlossen (zu acht Andy, Alina, Celine, Kevin, Caroline, Harry, Tina und Lisa) ins Kino zu gehen, Hangover 3 wollten wir uns nicht entgehen lassen. 
Mh, geht man als Backpacker einfach in's Kino? So wie normale Leute auch? Nein! Passt auf! Als Backpacker läuft man in das Kino rein, an der Kasse vorbei direkt in den Kinosaal. Nun bleibt es spannend, ist man im richtigen Kinosaal? Wir waren im richtigen Kinosaal und so genossen wir den Film ohne 17 Dollar pro Kopf bezahlt zu haben :) 

Magnetic Island


 Am nächsten Tag ging es für uns drei auf Magnetic Island. Jury wurde am Hafen abgestellt und wir setzten mit der Fähre über auf "Maggie". Dort verbrachten wir drei wunderschöne "Urlaubstage" am Strand, besuchten die Koalas bei einer kleinen Wanderung auf dem "Forts Walk" und bekamen einen Willkommens-Cocktail, ein Frühstück sowie ein Abendessen geschenkt. 




Sooo nun wisst ihr also wieder was ich hier so erlebe habe, während ihr in Deutschland friert...
Bald geht's für uns in's heisse "Outback" aber mehr dazu gibt's beim nächsten Mal :-)
Eure Celine

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