Mittwoch, 6. März 2013

Baptême de plongée (Tauchtaufe)...

Sorrriiiiii... ich weiß ich bin mal wieder etwas verspätet und ihr wartet sicher alle schon gespannt auf den nächsten Bericht :) Hier kommt er!!! Viel Spass beim lesen ;)

Ich habe euch ja erzählt, dass Philippe mir das richtige Tauchen zeigen möchte, im richtigen Meer, zwischen Fischen und Korallen. Das wurde am Samstag morgen in die Tat umgesetzt :) Philippe packte das Auto voll mit Tauchausrüstung und wir fuhren los. Mémé, Pépé und Béa im Auto, Philippe und ich auf dem Motorrad richtung Bay des Citrons. Dort machten wir uns startklar. Ein seltsames Gefühl, wenn man weiß man atmet gleich ein paar Meter unter Wasser, mit der Luft aus einer Flasche :D Als alles angeschnallt war, die Taucherbrille auf der Nase und die Flossen an den Füßen ging es auch schon unter Wasser. Jetzt war ich dieser tollen Unterwasserwelt, ein Teil von ihr, nicht mehr der Vogel der darüber flog sondern ein Lebewesen zwischen allen anderen da unten. Ich hatte das Gefühl, als würde ich all die Fische und Pflanzen, die ich in den letzten Tagen kennen lernen durfte, besuchen in ihrem Zuhause. Jetzt konnte ich auch nach oben schauen, zur Wasseroberfläche und ein wunderschönes Lichtspiel beobachten aus Sonnenstrahlen und Wasser. Auf einmal zeigte Philippe auf etwas, das auf einer Koralle ruhte. Es war ein Tintenfisch. Als er uns entdeckte, wechselte er die Farbe und schwamm rückwärts davon...wunderschön :) und so bewegten wir uns weiter, unter Wasser.... Besuchten die Nemos (Clownfische) in ihren Anemonen und betrachteten die Fische die Schutz in den Korallen suchten. Am Druck in den Ohren merkte ich, dass wir immer tiefer gingen und später sagte mir Philippe, dass wir bis zu 5 Metern unter der Wasseroberfläche waren. Plötzlich nahm Philippe sein Mundstück aus dem Mund und nahm das zweite, das an meiner Flasche hing. Man kann sich ja wirklich schwer verständigen unter Wasser, aber ich verstand, dass seine Flasche leer war. Nach einer knappen dreiviertel Stunde traten wir den Rückweg an. Auch wenn man weiß, dass man hier schon oft war und das alles von oben gesehen hat, so hat man doch das Gefühl, in einer ganz neuen Umgebung zu sein, denn es ist so vielfältig, es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, das schafft man alles gar nicht auf einmal. Nach einer Stunde waren wir zurück in der normalen Welt mit einem Gefühl, das man nicht beschreiben kann "ich habe gerade etwas gesehen, was ihr nicht gesehen habt und ich kann euch gar nicht sagen, wie toll das alles ist".
Am nächsten Morgen sind wir wieder ans Meer gefahren doch diesmal nicht mit Taucherausrüstung, sondern mit Stand up Paddels im Kofferraum. Philippe und ich hatten jeweils ein Board und Béa ist Schnorcheln gegangen. Ich blieb erst mal auf den Knien und gewöhnte mich so an das Board. Als wir in einer Wellenruhigeren Gegend waren stellte ich mich auf. Das gibg an Anfang sehr gut, da man wie beim Snowboarden immer etwas in den Knien bleiben muss um das Gleichgewicht zu halten. Es waren noch andere auf einem Stand up Paddel unterwegs und einer kam vorbei und meinte ganz nett "bonjour" ich wollte eigentlich zurückgrüßen, doch stattdessen schaute ich ihn nur an, fing an zu schreien, weil ich das Gleichgewicht verlor und fiel ins Wasser :D - was der sich wohl gedacht hat :D
Da Mémé und Pépé am nächsten Abend zurückfliegen sollten, meinte Béa, es wäre doch besser die vielen Koffer heute schon, nach dem Mittagsschlaf, zu packen. Also wurde den ganzen Machmittag gepackt, gewogen, organisiert, umgepackt und das alles erforderte viel schweiß :D denn es war schwül warm. 3 Stunden später waren alle 4 Koffer à 20 Kilo gepackt und mein Rucksack à 12 Kilo auch. Wir beschlossen nochmal zum Meer zu gehen um uns abzukühlen. Alle außer Mémé kamen mit, sie wollte morgen früh nochmal gehen. Als wir wieder zurück waren. Richteten wir das Abendessen. Jaques, ein Freund war noch da um Mémé und Pépé zu verabschieden. Mémé meinte, dass sie ganz sicher am Montag Abend um 17 uhr in Mulhouse ankommen werden. (Man beachte gerade ist es Sonntag 3.3.2013 7:00 Abends) Philippe meinte, dass das unmöglich sein kann denn 10 Stunden Zeitverschiebung aber trotzdem 27 Stunden Reise. Wir schauten auf das Ticket. Da stand: 4.3.2013 0:25 Uhr :D DER KLASSISCHE FEHLER
Also hieß es in knapp 2 Stunden los zum Flughafen! Ihr könnt eich ja bestimmt vorstellen was das für eine Hektik war plötzlich!! Zum Glück war das Allermeiste schon gepackt. Béa und ich haben Mémé und Pépé dann rechtzeitig am Flughafen abgesetzt.
Am nächsten Tag war das Haus ungewöhnlich ruhig und leer. Béa und ich putzten erst mal ein bisschen und gebossen den Tag. Am nächsten morgen hieß es dann auch für mich Abschied nehmen und zurück nach Astralien, vom Urlaub wieder zurück zum Backpackerleben....




















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