Die Great Ocean Road macht ihrem Namen alle Ehre!! Einfach der Wahnsinn!!
Am Abend vor dem Aufbruch packte ich eine kleine Tasche mit dem Nötigsten für die nächsten zwei Tage. Den Rest verstaute ich bei Alina im Hostel unter ihrem Bett.
Adrien, Jessica, Maeva und ich trafen uns um halb sieben auf der Eilzabeth Street, vor dem Autoverleih "Thrifty" und holten unser Auto ab. Wir packten unsere sieben Sachen in den Kofferraum, kauften bei Aldi ein paar Lebensmittel ein und schon ging's los via Great Ocean Road. Mit guter Musik (dank meines iPhones, das man an das Autoradio anschließen konnte) und jeder Menge Vorfreude fuhren wir über die Highways. Nach einem kurzen Abstecher in Torquay (dem Surferstrand schlechthin) ging es weiter. Und plötzlich sahen wir es vor uns, das Schild über der Straße: GREAT OCEAN ROAD
Die Aussicht war genial, das Meer so türkis, wie man es sich fast nicht zu erträumen wagt, der Himmel strahlend blau und das Wetter grandios!
Immer wieder hielten wir an, um die eine oder andere Aussicht für eine Weile genießen zu können. In Lorne machten wir eine kleine Pause und aßen zu Mittag.
Adrien, Maeva und ich wechselten uns ab mit dem fahren, obwohl ich eigentlich nicht auf das Auto angemeldet war, das ging leider nicht mit meinen jungen 19 Jahren.
Angekommen bei den 12 Aposteln, wehrten wir uns erst einmal gegen die gefühlten 1000 Fliegen und bestaunten dann die grandiose Sicht über das Meer und die großen Felsentürme, die aus dem Wasser ragten, als hätte man sie dort einfach abgestellt. Eigentlich sind es gar keine zwölf mehr, doch man nennt sie trotzdem noch die zwölf Apostel.
Wir fuhren und fuhren und nie wurde es langweilig, denn die Landschaft wechselte ständig. Mal ging die Straße an der Küste entlang und man hatte das Gefühl in unendliche Weite über das Meer blicken zu können. Dann wieder eine Weile tiefster Eukalyptus Wald, in dem wir jede Sekunde hofften einen Koala zu erblicken. Etwas weiter fuhren wir durch große Hügellandschaften in denen Schafe, Kühe und Pferde grasten. Alles einfach wie im Märchen.....
Und weiter ging's Richtung Warrnambool. Da wir zwei Zelte im Kofferraum hatten wollten wir uns irgendwo einen Platz suchen, an dem wir diese aufbauen, und die Nacht verbringen können. Doch als uns jemand sagte, dass wir nirgends "free campen" können, entschlossen wir uns letztendlich doch einen Campingplatz aufzusuchen und für einen Zeltplatz zu zahlen. Angekommen im Surfside 1 suchte ich die Rezeption auf und wollte einen besagten Platz mieten. Doch die Rezeption hatte schon geschlossen und die Dame war gerade dabei das am Tag eingenommene Geld zu zählen. Als sie mich wegschicken wollte fragte ich sie, wo wir denn bitte sonst hin sollen zum schlafen, wenn nicht hier....es wurde nämlich langsam dunkel. Sie schaute mich an und meinte: "ach komm ihr bleibt ja eh nur ne Nacht, sucht euch einen Platz aus". Sie öffnete die Schranke und wir konnten auf den Campingplatz fahren. Zehn Minuten später waren die Zelte auch schon aufgebaut...
Am nächsten morgen wachte ich um 8 Uhr auf, stieg aus unserem Zelt und als ich das Zelt der anderen beiden erblickte haute es mich fast um vor lachen. Das andere Zelt war einfach eingesackt über den Köpfen der beiden :D ...es hatte wohl etwas zu stark gewindet..
Eine halbe Stunde später war alles wieder im Kofferraum verstaut und es ging wieder zurück. Diesmal hielten wir an Stellen, an an denen wir auf dem Hinweg nicht angehalten hatten. So entdeckten wir auch Johanna Beach. Ein traumhafter Strand - Menschenleer!! Wie im Paradies...
Etwas später gingen wir in einem Wald voller Farn spazieren und fühlten uns ein bisschen wie im Urwald. Obwohl wir unsere Augen steht's offen hielten, es wollte uns weder ein Kangaroo noch ein Koala begegnen..
Beim Apollo Beach machten wir wieder eine etwas längere Pause.
In einem unerwarteten Moment fiel mir mein iPhone aus der Hand und auf den Asphalt... Der ganze Bildschirm war zersprungen...Ein Alptraum für mich!!!
Um 9 Uhr Abends kamen wir wieder in Melbourne an. Alina erwartete mich schon vor der Tür ihres Hostels und sagte mir, dass das ganze Hostel ausgebucht sei. Kein Problem dachte ich mir, als Backpacker muss man flexibel sein und ich legte mich, eingekuschelt in meinen Schlafsack, auf den Boden vor ihrem Bett in einem 12-Bett Zimmer.
Am nächsten Tag lieferte ich mein zerstörtes iPhone in einem "iPhone-repair" Laden ab und fragte wie viel das denn kosten würde mein Display reparieren zu lassen. Der asiatische Verkäufer meinte er könnte das für 80 Dollar machen. Am Ende dieses Verkaufsgespräches behielt er mein iPhone da, mit dem Auftrag die Rückseite, die Vorderseite und den Homebutton in weiß zu tauschen und das ganze für 100 Dollar. 2 Stunden später hatte ich ein komplett weißes und vor allem heiles iPhone in der Hand :)
Wir schrieben den 26.1.2013 - Australia Day. Die ganze Stadt war voller Leute und wir gesellten uns gespannt dazu. Erst setzten wir uns an den "Federation Square" und schauten einer australischen Band zu. Danach machten wir einen Spaziergang durch den Botanischen Garten und suchten uns dort ein gemütliches Plätzchen, um dem bunten Treiben etwas zuzuschauen... Sagte ich bunt? Mh, eigentlich war alles in Blau bzw. in den Farben der Australischen Flagge. Die meisten Leute waren schon seit den Morgenstunden am trinken, das heißt, die Stimmung war also auch dem entsprechend :D
Am Abend haben wir ein tolles Feuerwerk am Federation Square beobachten können und ließen dann den Abend zu dritt im Hostelzimmer ausklingen lassen, ein Mädelsabend sozusagen :)
Kurz nachdem Alina und ich uns schlafen gelegt hatten (ich wieder auf dem Boden), kam Theo, ein Franzose, der auch in diesem Zimmer schlief, zu mir und meinte, ich kann gerne mit bei ihm mit im Bett schlafen, er könne das nicht sehen wie ich da auf dem Boden liege :D Alles klar! Ich hüpfte in meinem Schlafsack rüber zu seinem Bett und ein paar Sekunden später schlief ich tief und fest. So ist das im Backpackerleben! Jeder hilft dem anderen wo er nur kann.
Heute morgen musste Alina dann auschecken, weil das Hostel voll ausgebucht war. Wir entschieden uns, trotzdem dort zu bleiben und einfach beide auf dem Boden zu schlafen, in der Hoffnung nicht von den Hostelmitarbeitern erwischt zu werden :D
Nebenher suchen wir immer noch nach einer Möglichkeit, günstig nach Adelaide zu kommen. Bis jetzt hatten wir schon diverse Angebote per SMS bekommen, doch die waren uns alle zu unseriös! Denn wir wollen uns nicht in ein Auto, von irgendeinem Typen setzen, den wir nicht kennen und der eigentlich keinen Grund hat nach Adelaide zu fahren, sondern das nur für uns tun würde.
Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf und suchen fleißig weiter ;)
Bis bald, eure Céline ;)











































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