Mittwoch, 30. Januar 2013

Backpackerleben, wie es sich gehört!!

Ich kann euch gar nicht sagen wie glücklich ich hier bin! Australien ist einfach Hammer!

Gestern sind wir in South Australia angekommen und schlugen, am Rand der Straße in einem Waldstück, unser Zelt auf. Nach einem Picknick vor unserem Zelt, packten wir unseren Goon aus, Goon (sprich: "guuuun") müsst ihr wissen, ist der ultimative Backpacker Wein, den alle Backpacker trinken. Bis jetzt habe ich mich davor gehütet, weil es einfach der Abfall jeglichen Weines ist und man schon so manch seltsame Geschichten über die Produktion von Goon gehört hat. Nicht um sonst steht sogar schon auf der Verpackung "könnte Fischreste enthalten"...., doch es ist die billigste Variante Alkohol zu trinken. Denn in Australien zahlt man ja schon 30 Dollar für ein sechser Pack Bier. Eine 4 Liter Box Goon kostet 10 Dollar. Wir mischten das mit Limonade, um den etwas seltsamen Geschmack zu vertuschen :D So saßen wir da also im (N)Irgendwo, es war alles ganz still um uns herum und als die Sonne untergegangen war, erbot sich über uns ein phänomenaler Sternenhimmel.





Eigentlich war der Plan, dass Alina und ich im Zelt schlafen und Lauritz auf der Matratze, im Kofferraum von Stacy (dem Auto). Doch nach ein paar Gläsern bzw. Tassen Goon und den witzigsten Geschichten aus unserem Leben, beschlossen wir uns alle auf diese schön gemütliche Matratze zu legen und unser Gepäck im Zelt zu lagern. Wir sind alle sofort eingeschlafen, es war richtig gemütlich.

Am nächsten Morgen bauten wir das Zelt ab, verstauten alles wieder in Stacy, und fuhren weiter.
3 Stunden später entdeckten wir ein Schild: "Swimming Lake". Da wir alle seit der Abreise keine Dusche mehr gesehen hatten, und es im Auto auch ziemlich warm war, waren wir uns einig: da müssen wir hin! Wir schwammen ein paar Runden, ließen uns auf der Badeinsel trocknen und Lauritz erzählte uns ein Rätsel nach dem anderen, das wir zu lösen hatten.Es gab dort sogar Duschen. Nach einer eiskalten aber sehr erfrischenden Dusche ging es weiter.
Da wir heute noch nichts gegessen hatten, knurrte uns gegen Nachmittag allen der Magen. Also hielten wir an einer Haltebucht an und pflückten alles Essbahre aus dem Kofferraum. Wir fanden Butter, Kartoffeln, eine Zwiebel, etwas Käse und Schinken. Das alles schmissen wir Etappenweise (da die Pfanne sehr klein war) in die Pfanne auf dem Campingkocher. Einfach genial dieses Backpacker Leben!








Heute Abend müssten wir in Adelaide ankommen. Dann haben wir knapp 800 Kilometer zurückgelegt.

Tja, aus diesem Plan wurde erst mal nichts denn Stacy machte Zicken und fing mitten auf der Straße an zu qualmen. Also fuhr ich sie auf den Seitenstreifen. Wir weckten Lauritz, aus seinem Tiefschlaf hinten im Auto, auf und er schaute sofort mal unter die Motorhaube. Da dampfte und qualmte es wie aus einer Lokomotive :D wir füllten also Wasser in den Kühlwassertank nach, und warteten ab bis Stacy aufgehört hatte zu qualmen. Eine halbe Stunde später fuhren wir weiter, jedoch 3 Kilometer später, fing das Ganze von vorne an und der Motor ging aus. Wir standen diesmal am Eingang einer Kreuzung. Mit Hilfe eines netten Mannes schoben wir Stacy etwas zurück auf den Seitenstreifen. Wir waren 30 Kilometer vor Adelaide und scheinbar hatte Stacy ein Loch im Kühlwassertank. Wir riefen den Australischen ADAC (racq) an, doch nach einer halben Stunde in der Warteschleife haben gaben wir das auf. Lauritz rief den eigentlichen Besitzer von Stacy (sein Freund Raul) an. Alina und ich sind in den nächsten Ort gegangen mit unserem 10 Liter Kanister. Wir wollten an einem Haus ganz höflich fragen, ob wir den Kanister vielleicht dort auffüllen könnten, doch da war niemand. Gleich neben der Haustüre entdeckten wir einen Wasserhahn für den Garten. Dann  füllten wir den Kanister eben ohne Erlaubnis auf.
Zurück bei Stacy, setzten wir uns aufs Dach und warteten bis Lauritz wieder kam, denn der Mann hatte ihn mitgenommen zur nächsten Werkstatt.











Als Lauritz wieder da war, füllten wir den Kühlwassertank erneut auf und fuhren zu der Werkstatt, in der allerdings keine Mechaniker mehr da waren, sie hatten bereits Feierabend. Raul, der eigentliche Besitzer von Stacy, war gerade mit seinen Eltern, die ihn für drei Wochen besucht hatten, auf einem Campingplatz, in Adelaide, in einem riesen Wohnmobil. Mit diesem holten sie uns von der Werkstatt ab, und nahmen uuns einfach mit auf ihren tollen Campingplatz.
Dort haben sie uns zum Barbeque eingeladen! So gut haben wir während unserem kompletten Australienaufenthalt noch nicht gegessen. Alina und ich konnten unser Glück kaum fassen! Die Familie war einfach sooo nett zu uns. Danach saßen Lauritz, Raul, Alina und ich noch bis um 3 Uhr draußen und haben Bier getrunken. Wir wollten eigentlich unser Zelt aufbauen, um darin zu schlafen, doch die Familie Lütje meinte "das käme gar nicht in Frage" und boten uns ein Bett in ihrem Wohnmobil an. Es lief daraus hinaus, dass Alina mit Lauritz in einem Bett schlief und ich durfte bei Raul in dem großen Bett über der Fahrerkabine schlafen.









Am nächsten morgen mussten wir ziemlich früh aufstehen, da de Lütje Eltern ihr Wohnmobil abgeben mussten, für sie stand heute die Heimreise bevor. Nach einem tollen Frühstück räumten wir alles ab, brachten das Wohnmobil weg, fuhren mit dem Taxi an den Flughafen, verabschiedeten die Eltern und wir vier fuhren weiter in die Stadt. Dort machten wir ein tolles Hostel namens "Annie's Place" ausfindig. Allerdings gab es nur noch ein Doppelzimmer für 70 Dollar die Nacht. Also beschlossen wir uns dieses Zimmer zu viert zu teilen.
Heute Abend kochen uns die Jungs Spagetti Carbonara :)

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